Über den perfekten Moment für die Meditation und das glückliche Gefühl

„Kein Mensch ist so beschäftigt, dass er nicht die Zeit hat,
überall zu erzählen, wie beschäftigt er ist.“


Robert Lembke

Deutscher Journalist und Fernsehmoderator (1913-1989)

Anna, eine sehr liebe Meditationsschülerin, hat mir neulich ein Photo von sich geschickt, auf dem sie mit ihrem 3 Monate alten Baby sitzt und meditiert. Dazu hat sie mir geschrieben: „Alle meine Freundinnen fragen mich, wie ich mit meinem Baby noch Zeit zum Meditieren finde. Aber ich tue es einfach! Auch mit der Kleinen auf dem Arm. Und ich merke, wie sehr das meine Batterien lädt.“


Und Recht hat Anna! Den perfekten Moment zum Meditieren gibt es wahrscheinlich nur sehr selten. Meistens sind wir voll und ganz mit uns und unserem Alltag beschäftig. Da ist die Arbeit im Büro; die Küche, die noch geputzt werden muss; der Einkauf der sich nicht von alleine macht; oder eben ein kleines Kind, das zu Recht seine Zeit für Essen, Geborgenheit und Spielen einfordert.


Ich höre häufig von Meditationsschülern: „Ich hatte überhaupt keine Zeit zum Meditieren.“ Meine Antwort darauf ist immer die folgende alte, buddhistische Zen-Weisheit: „Meditiere 20 Minuten täglich, es sei denn du hast keine Zeit. Dann meditiere eine Stunde.“


Und das stimmt! Nicht zu meditieren, wenn man im Stress ist, ist wie der Übergewichtige, der sagt: „Ich fange erst an Sport zu machen, wenn ich dünner bin.“


Die Meditation hilft Dir – gerade in der stressigen Zeit. Sie baut den Stress ab, so wie Sport die überflüssigen Pfunde.

Mit Meditation bist Du gesammelter und ausgeglichener und auf einmal erscheinen all die Alltagsaufgaben viel einfacher bewältigbar zu sein.


Letztlich heißt Meditieren, "im Moment zu sein" - egal wie der Moment gerade aussieht.

Sieh die Meditation als ein Hobby an, als etwas unglaublich Spannendes. Du entdeckst Stückt für Stück Dein innerstes Selbst. Was kann es Interessanteres geben?!


Und wenn Du Dich mit Dir selbst verabredest jeden Tag zu meditieren, dann hilft Dir das enorm. Denn es ist sehr befreiend! Du brauchst nicht mehr zu grübeln, ob und wie Du Deine Meditation priorisierst in Deiner Tages-To Do Liste.


Die Frage verändert sich von: „Habe ich wirklich Zeit dafür heute?“ zu „Wann baue ich es in meinen Tag ein?“. Und das ist eine sehr viel bessere Herangehensweise, Deinen Tag positiv zu nutzen.


Und das bringt mich auch zu einer anderen Frage, die ich häufiger gefragt werde:

„Heiko, wie kann ich erkennen, ob ich mit meinen Meditationen Fortschritte mache?“


Das ist ganz einfach: Du erkennst es daran, wieviel glücklicher Du Dich fühlst und wieviel entspannter Dein Geist und Dein Herz sind. Nicht nur während der Meditation, sondern im ganz normalen Alltag.


Deine Gedanken sagen Dir vielleicht, ich muss noch dies und das tun – aber Dein Herz sagt: Jetzt ist es Zeit für eine Meditation. Und dann setzt Du Dich und fühlst die Ruhe und Zufriedenheit. Und das Lächeln auf Deinen Lippen wird Dich weiter begleiten.


Abraham Lincoln sagte einmal: „Wenn ich die Dinge guttue, dann fühle ich mich gut. Wenn ich es schlecht mache, dann fühle ich mich schlecht. Das ist meine Religion.“


Und ich möchte noch hinzufügen, dass das auch andersherum gilt: „Wenn Du Dich gut fühlst, dann tust Du die Dinge gut.“, nicht wahr?


Ich wünsche Dir eine wundervolle, unperfekte Zeit für Deine Meditation und dass Du Dich heute sehr glücklich fühlst.


Herzlichst


Heiko