Anna, eine sehr liebe Meditationsschülerin, hat mir neulich ein Photo von sich geschickt, auf dem sie mit ihrem 3 Monate alten Baby sitzt und meditiert. Dazu hat sie mir geschrieben: „Alle meine Freundinnen fragen mich, wie ich mit meinem Baby noch Zeit zum Meditieren finde. Aber ich tue es einfach! Auch mit der Kleinen auf dem Arm. Und ich merke, wie sehr das meine Batterien lädt.“
Und Recht hat Anna! Den perfekten Moment zum Meditieren gibt es wahrscheinlich nur sehr selten. Meistens sind wir voll und ganz mit uns und unserem Alltag beschäftig. Da ist die Arbeit im Büro; die Küche, die noch geputzt werden muss; der Einkauf der sich nicht von alleine macht; oder eben ein kleines Kind, das zu Recht seine Zeit für Essen, Geborgenheit und Spielen einfordert.
Ich höre häufig von Meditationsschülern: „Ich hatte überhaupt keine Zeit zum Meditieren.“ Meine Antwort darauf ist immer die folgende alte, buddhistische Zen-Weisheit: „Meditiere 20 Minuten täglich, es sei denn du hast keine Zeit. Dann meditiere eine Stunde.“
Und das stimmt! Nicht zu meditieren, wenn man im Stress ist, ist wie der Übergewichtige, der sagt: „Ich fange erst an Sport zu machen, wenn ich dünner bin.“
Die Meditation hilft Dir – gerade in der stressigen Zeit. Sie baut den Stress ab, so wie Sport die überflüssigen Pfunde.
Mit Meditation bist Du gesammelter und ausgeglichener und auf einmal erscheinen all die Alltagsaufgaben viel einfacher bewältigbar zu sein.
Letztlich heißt Meditieren, "im Moment zu sein" - egal wie der Moment gerade aussieht.