Hilf Dir selbst und
ein kleines Geheimnis

„Du bist immer bei dir, also sorge dafür, dass du in guter Gesellschaft bist.“


Diane von Fürstenberg (Belgische Modeschöpferin, geboren 1946)



Das Ende eines jeden Jahres ist ja bekanntlich immer eine gute Zeit, um zurückzuschauen. Nicht, um in schlechte Gedanken darüber zu verfallen, was nicht so gelaufen ist im vergangenen Jahr, sondern vielmehr, um zu sehen, wo wir heute stehen und im Hier und Jetzt die Dinge in die Hand zu nehmen, die für unsere Zukunft wichtig sein mögen.

Ich habe mir am vergangenen Wochenende auch Zeit genommen, um über das Jahr 2024 zu reflektieren. Einige Dinge sind mir eingefallen, die ich gerne mit Euch teilen möchte. Und ich möchte Euch ein kleines Geheimnis verraten.


Die allermeisten von Euch wissen, dass ich die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ unterstütze. Überrascht war ich selbst, als ich Anfang dieses Jahres ein liebes Dankesschreiben von Ärzte ohne Grenzen bekam, dass ich die Organisation nun bereits seit 15 Jahren unterstütze.

Warum erzähle ich Dir das hier? Nun, ein Teil des Dankes geht auch an Dich, als Virya-Meditierenden. Denn einen festen Teil von allen Kurseinnahmen spende ich jedes Jahr.
 
Was aber nur einige sehr wenige von Euch wissen und was ich bislang geheim gehalten habe, ist, dass ich die kompletten Einnahmen aus Kursen spende, die abgesagt wurden.


Wenn Du also einmal einen Kurs absagen musstes und wir ihn nicht nachholen konnten, z.B. weil er Teil eines Gruppenkurses war, dann ging das Geld aus dieser Stunde komplett an Ärzte ohne Grenzen.

Ich habe das bislang nicht erzählt, weil ich damit niemanden ermuntern wollte, seine Stunden ausfallen zu lassen. Aber in diesem Jahr war eine liebe Schülerin so traurig, dass sie ihren Gruppenkurs ausfallen lassen musste, dass ich ihr das erzählte. Und… sie war ein klein-wenig glücklicher, als sie sah, dass es dann ja doch sein Gutes hatte.



Deshalb erzähle ich es nun also Euch allen. Aber bitte, lasst deshalb nicht Eure Stunden ausfallen. Es gibt nämlich auch die Möglichkeit zum Kurs zu kommen und trotzdem etwas zu spenden. 😉

Und beim Nachdenken über Spenden, von deren Aufrufen wir ja zum Jahresende auch immer von allen Seiten hören, kam mir noch eine schöne Erinnerung aus diesem Jahr ins Gedächtnis:


Im Sommer bin ich mit einem Freund am Main in Frankfurt spazieren gegangen. Wir kamen an einem Obdachlosen vorbei, der unter einer Brücke schlief. Ich fragte meinen Freund: „Wenn du wüsstest, dass du in deinem nächsten Leben mit diesem Obdachlosen die Plätze tauschen müsstest, würdest du dieses Leben anders leben?“

Mein Freund überlegte einen kurzen Moment und antwortete: „Ja.“ Dabei stoppte er seinen Gang, drehte um und ging die paar Schritte zurück, um dem Obdachlosen etwas Geld zu geben.


Ich glaube, solange wir uns selbst im anderen erkennen können, müssen wir nicht versuchen, großzügig, mitfühlend oder liebevoll zu sein – es liegt in unserer Natur, so zu handeln. Es entspricht nicht unserer Natur, an Menschen vorbeizugehen, die in Not oder Leid sind, ohne etwas zu empfinden. Wenn Du also etwas fühlst, ist das ein Zeichen dafür, dass Du Dich in ihnen siehst – und indem Du ihnen auf irgendeine Weise hilfst, hilfst du auch immer Dir selbst.


Nun, diese Worte sind eigentlich ein schönes Nugget zum Jahresende, oder?


Aber ich möchte mit Dir auch noch eine weitere kurze Begebenheit aus diesem Jahr teilen, über die ich mehrfach geschmunzelt habe: Du weißt doch, dass wir vor Beginn der eigentlichen Meditation immer eine Orientierung im Raum machen, um unserem Nervensystem Sicherheit zu geben und die sympathikotone Energie bereits ein wenig zu besänftigen.
Dabei gebe ich ja manchmal vor, nach was wir schauen – Muster oder Farben. Ab und an frage ich Euch, nach was wir schauen wollen.

Dieses Jahr sagte ein sehr lieber und aufmerksamer Schüler auf diese Frage zu mir: „Nach dem Buchstaben Z.“ Ich habe wirklich lachen müssen und an dem Tag wirklich unheimlich intensiv nach einem „Z“ in unserem Meditationsraum gesucht. Einige von Euch mussten ebenso schmunzeln, als ich Euch diesen Orientierungs-Anker gegeben habe.


Ich wünsche Dir und Deinen Liebsten eine schöne Adventszeit, wundervoll-meditative Weihnachtstage und einen Start ins neue Jahr mit einem erwartungsvollen, relaxten Lächeln.

Bleibt achtsam auf alle „Z“ und sonstigen Buchstaben um Euch herum und helft Euch immer ein wenig selbst, indem Ihr die Menschen um Euch herum nicht vergesst.


Alles Liebe

Euer Heiko